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Reinigung Zisterne

Reinigung Zisterne

Diesen Herbst übernahm die Bergrettung Wattens und Umgebung die Reinigungsarbeiten an der historischen Zisterne in der Rätersiedlung im Freilichtmuseum Himmelreich in Volders. Die über 2000 Jahre alte Zisterne in der Siedlung ist etwa zehn Meter tief
und ca. zwei mal einem Meter breit. Sie war für die alten Räter vermutlich eine Nutzwasserquelle. Wie die Räter dieses Loch in den Fels schlagen konnten ist nicht ganz klar. Die Mitglieder der BR Wattens befreiten die Zisterne von Strauchwerk und machten so die Kaverne wieder erkennbar. Der Volderer Ortschronist und Obmann des Heimatkunde und Museumsvereins Karl Wurzer begleitete die Arbeiten und wusste einiges Wissenswertes zu berichten.

Gemeinschaftsfahrt Arco

Gemeinschaftsfahrt Arco

Am ersten November Wochenende machten sich 11 Bergretter auf nach Arco, um das sonnige Herbstwetter zum Klettern zu nutzen. Der Schwerpunkt lag dabei auf Mehrseillängen-Touren am Parete San Paolo sowie im Klettergarten Regina de Lago. Neben tollen Klettertouren, super Fels und viel Spass gab es natürlich auch kulinarische Schmankerln. Man muss ja dolce-vita auch leben wenn man schon in Italien ist.

Gedenkfeier Lamsenjoch

Gedenkfeier Lamsenjoch

Am Samstag den 9.10.2021 fand die Gedenkfeier der verunglückten und verstorbenen Mitglieder des Alpenverein Wattens und der Bergrettung Wattens & Umgebung am Lamsenjoch statt. Im Vorfeld dieser Feier wurde die Gedenktafel für Hans Mariacher in der Kapelle montiert. Ein herzlicher Dank allen Verantwortlichen für die Vorarbeiten, die Organisation und Gestaltung der Feier!

Sommerübung

Sommerübung

In den Morgenstunden des 3. Juli trafen sich 12 Mitglieder der Orststelle Wattens & Umgebung zur alljährlichen Sommerübung.

Treffpunkt war dabei wie üblich das Vereinsheim in Wattens. Gemeinsam ging es dann in mehreren Geländefahrzeugen in das Wattental nach Walchen, und nach kurzer Meldung beim OVD des Lagers Walchen weiter über die Lizum auf das Klammjoch.

Geplant war die übungsmäßige Begehung des Wilkesteiges auf die Tarntaler Köpfe, weiter zur Lizumer Sonnenspitze und des Geiers mit anschließendem Abstieg auf die Lizumerhütte. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die örtlichen Gegebenheiten gelegt und dabei potenzielle Problemstellen für Einsätze besichtigt und besprochen. Die Lokalmatadore erklärten dabei verschiedene Flurnamen und Zugangswege sowie die Grenzen der Nachbarortsstellen. Bereits auf dem Zustieg zu den Tarntaler Köpfen auf dem Wilkesteig mussten einige Firnfelder gequert werden, um dem gut markierten Weg weiter zur Gedenktafel des namensgebenden Oberstleutnant Wilke zu folgen, welcher in diesem Bereich tödlich verunglückte.

Nach kurzer Rast und Gruppenfoto ging es weiter auf die Lizumer Sonnenspitze. Dabei konnte nur mehr losen Trittspure gefolgt werden, was das Vorankommen jedoch ob des einfachen Geländes nicht weiter erschwerte. Kurz vor dem Gipfel musste zur Überwindung eines hartgefrorenen Schneefeldes kurzzeitig eine Seilsicherung angebracht werden. Neo-Ortstellenleiter Thomas nutzte diese kurze Verzögerung der Mannschaft und begab sich als Opfer in eine kleine Verschneidung. Das vollkommen überforderte Opfer war komplett blockiert und musste unter der Anleitung von Einsatzleiter David Holaus aus seiner misslichen Lage gerettet werden. Nach reibungsloser Bergung des nunmehr wieder glückseeligen Weitwanderers wurde durch Ausbilder Martin Waldhart noch eine kurze Einschulung zur behelfsmäßigen Bergetechnik mit anschließender Kurzübung durchgeführt.

Kurz nach Mittag ging es dann weiter auf die Lizumer Sonnenspitze. Dieser Berg hat für die Bergrettung Wattens eine besondere Bedeutung, da das Gipfelkreuz im Jahre 2002 zum 50-jährigen Jubiläum der Ortsstelle von ihren Mitgliedern errichtet wurde. Abschließend ging es weiter Richtung Geier. Unterhalb des Lizumer Reckners entschied sich ein Teil der Mannschaft den abschließenden Anstieg auf den Geier auszulassen und direkt zur Hütte abzusteigen. Der verbleibende Rest stapfte durch zum teil noch mächtige Altschneefelder auf den Gipfel des beliebten Schitourenberges. Der Abstieg über die noch zahlreichen und langen Altschneefelder ging zügig und gelenkschonend voran und so trafen die beiden Mannschaftshälften beinahe zeitliche an der Lizumer Hütte ein, wo der Schulungstag noch einen geselligen Ausklang fand.

Abschließend kann gesagt werden, dass das Tourengebiet im hinteren Wattental auch im Sommer durchaus seine Reize hat und von vielen im Sommer vielleicht zu Unrecht verschmäht wird. Für die Mitglieder der Ortstelle Wattens geht es mit dieser Übung in die schulungsmäßige Sommerpause.

Grundkurs Winter II

Grundkurs Winter

In der dritten Märzwoche (13-19.03.2021) hatten unsere Bergrettungs-Anwärter Bernhard, Fabian und Rainer ihren mit Spannung erwarteten ersten Ausbildungskurs im Rahmen ihrer Ausbildung zum Bergretter im Jamtal. Aufgrund der aktuellen Covid-Sicherheitsvorschriften war bereits bei der Anreise ein negativer Test obligatorisch. Ein weiterer Test erfolgte am zweiten Tag des Grund-Kurses. Die gesamte Ausbildung konnten wir unter Einhaltung der aktuell geltenden Corona-Sicherheitsbedingungen ohne Probleme durchführen.

Beim Zustieg am Samstag zum Ausbildungszentrum im Jamtal herrschte noch strahlender Sonnenschein, dies sollte sich aber bereits wie vorangekündigt durch den Wetterbericht in der Nacht rapide ändern. In den Tagen Sonntag bis Mittwoch vielen aufgrund eines Wettertiefs 1,5m Neuschnee mit teilweisen Schneeverwehungen, dass man kaum noch aus den Fenstern des Ausbildungszentrums rausschauen konnte. Somit war erstmal Theorie angesagt und bei kleinen Schneefallpausen wo die Sichtweite rund um die Hütte etwas besser war wurde dies für die Praxisübungen im Nahbereich der Hütte genutzt.

Aufgrund des sehr hohen Lawinenlageberichtes mit der Stufe 4 war auch eine Umsetzung des gelernten bei einer Skitour vorerst nicht zu denken. Am Mittwoch stand dann bei richtigem „Bergretter-Wetter“ Schneefall, Nebel und leichter Sturmwind eine Einsatzübung am Programm, bei der das Zusammenspiel der beim Kurs vertretenen auszubildenden Bergrettungs-Anwärtern auf die Probe gestellt wurde. Der lang ersehnte Wetterumschwung folgte dann am Donnerstag, so konnten wir nach bestandener Überprüfung zu einer Abschlusstour Richtung Pfannknecht aufbrechen und unsere Spuren in den frischen Pulverschnee ziehen.

Auch wenn uns aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse und der angespannten Lawinensituation die ein oder andere Skitour auf einen der umliegenden Gipfel verwehrt blieb, blicken wir auf eine spannende und erlebnisreiche Kurswoche im Jamtal zurück. Schlussendlich mussten alle Kursteilnehmer vom BMI-Hubschrauber ausgeflogen werden um bei der Ski-Rückfahrt in dem eher flachen Tal nach Galtür nicht von einer Lawine verschüttet zu werden.

Wir werden beim Sommer-Grundkurs ins Jamtal zurückkehren und hoffen da auf bessere Sicht und Wetterverhältnisse um dann den ein oder anderen 3000er aus nächster Nähe zusehen und dann besteigen zu können.